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Neuigkeiten

Autor: Rehn
Artikel vom 18.11.2021

Dillinger Christkindlesmarkt findet nicht statt

Wie in vielen Nachbarstädten innerhalb und außerhalb des Landkreises wird es auch in Dillingen in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben. Die beiden Festreferenten im Stadtrat – 2. Bürgermeister Johann Graf und 3. Bürgermeister Peter Graf – informierten am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit Markt-Organisator Peter Graf von der Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Frank Kunz über den aktuellen Stand der Vorbereitungen.

Gern hätte man den beliebten Christkindlesmarkt auch heuer am Wochenende vom 10. bis 12. Dezember im Schlosshof und Schlossgarten durchgeführt. Die Planungen hierfür waren nahezu abgeschlossen. Ein Hygienekonzept lag ausgearbeitet vor. Und auch die Flächen wurden nochmals auf den Hofbräuhausparkplatz erweitert, um zusätzlichen Raum für Abstände zu schaffen. Rein organisatorisch stünde einer Durchführung, bei der alle geltenden Vorgaben eingehalten sind, nichts im Wege.

Doch angesichts der stark steigenden Infektionszahlen und der hohen Auslastung der Krankenhäuser hatten die Verantwortlichen in den zurückliegenden Wochen täglich die Durchführung des Christkindlesmarkts neu auf den Prüfstand gestellt. „Die verstärkten Hilferufe von Medizinern und Pflegepersonal haben wir dabei sehr ernst genommen“, hebt Kunz hervor.

In Abstimmung mit den Mitgliedern des Ältestenrats, dem neben allen Bürgermeistern auch die Fraktionsvorsitzenden angehören, kam man nun einstimmig zu dem Entschluss: Einen Dillinger Christkindlesmarkt kann es heuer aus vielerlei Gründen leider nicht geben.

Zum Vergleich: Mehrere zehntausend Besucherinnen und Besucher waren in den Vorjahren an den drei Tagen auf den Dillinger Markt geströmt und standen hier gesellig dicht an dicht. Die zahlreichen Absagen in der Region hätten in diesem Jahr womöglich dazu geführt, dass der Zustrom der Gäste nochmals höher gewesen wäre. Selbst mit dutzenden zusätzlichen Sicherheitskräften wäre ein entspanntes und sicheres Bummeln und Schlendern so kaum denkbar gewesen.

Hinzu kam eine Vielzahl an Absagen von Händlern, Fieranten – und vor allem auch der teilnehmenden Vereine. „Oft mit dem Hinweis auf Ängste um die Gesundheit der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen. Und auch mit berechtigten Bedenken, bei einer späteren, dann kurzfristigen Absage auf bereits eingekaufter Ware sitzenzubleiben“, erklärt Organisator Graf.

Vonseiten der Stadt habe man für die Sorgen großes Verständnis. Oberbürgermeister Kunz betont: „Das Herz und die Seele unseres Dillinger Christkindlesmarkts sind unsere vielen örtlichen Vereine, die mit ihren Angeboten die einzigartige Atmosphäre prägen. Ohne sie können wir uns diesen Markt überhaupt nicht vorstellen.“

In den nächsten Tagen hätten die Vereine – ebenso wie viele Händler – ihre Waren für das zweite Dezemberwochenende ordern müssen. Daher habe man sich vonseiten der Veranstalter schweren Herzens dazu entschlossen, jetzt die Entscheidung zu treffen. „Das ist auch ein Gebot der Fairness gegenüber allen, die sich in ihrer Freizeit einbringen oder als Fierant eine ohnehin schwierige Zeit durchgemacht haben“, erklären die Festreferenten. Auch vonseiten der Dillinger Wirtschaftsvereinigung hat man Verständnis für die Absage des Christkindlesmarkts.

Gleichzeitig ist bei der örtlichen Wirtschaft die Erleichterung darüber groß, dass zumindest der verkaufsoffene Sonntag am Nikolaimarkt, 28. November, voraussichtlich stattfinden kann. Eine Reihe von Markthändlern hat sich hierfür bereits angekündigt, das Hygienekonzept sieht für den Außenbereich das Maskentragen und Abstände vor – in den Geschäften gelten die bekannten Vorgaben der Einzelhändler.