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Neuigkeiten

Autor: Kahr
Artikel vom 10.05.2021

Fairtrade-Rosen zum Muttertag

Schon viele Jahre ist es in Dillingen eine schöne Tradition, dass es am Muttertag im Heilig-Geist-Stift einen Blumengruß für alle Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen gibt. Und zwar einen ganz besonderen: Denn bei diesem Anlass überreichen Oberbürgermeister Frank Kunz und die Mitglieder der „Fairtrade-Steuerungsgruppe“ Rosen, die aus gerechtem Handel stammen. Seit 2012 trägt Dillingen den Titel „Fairtrade-Stadt“. „Gemeinsam mit dem Weltladen-Team um Beate Bauer und Ingrid Witte sowie Vertretern von Stadtrat, Verwaltung und Medien wollen wir deutlich machen, welche Bedeutung das Thema ‚Fairtrade‘ in unserer Stadt hat“, so Kunz. „Gleichzeitig möchten wir so unsere Wertschätzung für die starke Arbeit ausdrücken, die im Heilig-Geist-Stift geleistet wird – ebenso wie unseren Respekt vor der Lebensleistung der Seniorinnen.“

Da aus Corona-Gründen die persönliche Übergabe der Rosen heuer nicht möglich war, überreichten die Vertreter der Fairtrade-Stadt die Blumen stellvertretend an Heimleiter Siegfried Huber und Pflegedienstleiter Marina Bolenbach, die dann die Verteilung übernahmen.

 

Warum Fairtrade-Rosen?

Eine bunte Auswahl an Blumen mit dem Fairtrade-Siegel gibt es in der Fairtrade-Stadt Dillingen sowohl bei ortsansässigen Floristen als auch in vielen Supermärkten. Auch hier gilt wie überall: Gezielte Nachfrage bestimmt das Angebot!

Gerade im Herbst und Winter, wenn die heimische Produktion den Bedarf nicht decken kann, wird ein großer Teil der Schnittblumen importiert, vor allem aus Lateinamerika, Israel und Ostafrika. Auf den dortigen Blumenfarmen herrschen oft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen: angefangen bei Arbeitszeiten bis zu 16 Stunden täglich – bei Löhnen unter dem Existenzminimum – bis hin zum Einsatz hochgiftiger Pflanzenschutzmittel, die nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Plantagenarbeiter schwer belasten.

Doch es geht auch anders. Etwa auf den Fairtrade-zertifizierten Farmen, wo die Blumen nach klar festgelegten und regelmäßig überprüften sozialen und ökologischen Standards gezüchtet und geerntet werden. Damit sollen faire Löhne, sichere soziale Grundrechte, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von illegaler Kinderarbeit, Gesundheits- sowie Umweltschutz gewährleistet werden.