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Neuigkeiten

Autor: Frau Lachenmayr
Artikel vom 17.04.2020

Verhaltener Optimismus bei der Dillinger Wirtschaft

Viele Geschäfte in Bayern können in den kommenden Wochen schrittweise wieder öffnen – das hat Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstagmittag bekanntgegeben (siehe Infokasten unten). In der regelmäßigen Telefonkonferenz der Dillinger Wirtschaftsvereinigung (WV) mit Oberbürgermeister Frank Kunz wurden die Lockerungen analysiert. Oberstes Ziel müsse weiterhin sein, Menschenleben zu schützen, sind sich die Vertreter von Stadt und Wirtschaft einig. Deshalb müssten Vorsichtsmaßnahmen wie das Mundschutzgebot oder die Aufrechterhaltung der Kontaktminimierung konsequent umgesetzt werden. 

Darüber, dass es für die Geschäfte – mit Auflagen – nun eine Perspektive gibt, brachte WV-Vorsitzende Sylvia Stapfer ihre Erleichterung zum Ausdruck: „Wir sind alle Geschäftsleute und wollen für unsere Kunden da sein – das war in den vergangenen Wochen leider nicht möglich.“

Um herauszufinden, wie die Mitglieds-Unternehmen mit der Krise umgehen, hatte die Wirtschaftsvereinigung kürzlich eine Umfrage an alle Mitglieder herausgeschickt, die diese anonym beantworten konnten. Josef Albert Schmid und Markus Grimminger von der WV-Vorstandschaft, die den Fragebogen entworfen und ausgewertet haben, warnen: „Das Ergebnis war zum Teil alarmierend.

Zahlreiche Firmen geben an, dass eine Fortführung der Beschränkungen über mehrere zusätzliche Wochen ihre Existenz bedrohen würde. Deswegen ist es so wichtig, dass die meisten Unternehmen in den kommenden Wochen wieder öffnen können.“

Geschlossen bleiben bis auf Weiteres allerdings gastronomische Betriebe und Ferienhotels. Deshalb sind sich Oberbürgermeister und die Verantwortlichen der Wirtschaftsvereinigung einig: Diesen Unternehmen muss jetzt besonders geholfen werden – sowohl vonseiten des Staats, aber auch durch Unterstützung der Kunden. Kunz: „Jeder kann hier seinen Beitrag leisten – sei es durch den Kauf von Gutscheinen, die sozusagen einen 'Mikrokredit' für etwa das Lieblingsrestaurant sind, oder auch dadurch, dass ich die Liefer-Angebote von zahlreichen Gastronomen nutze“, so Dillingens Stadtoberhaupt.

Mit großflächigen Bannern an allen Ortseingängen machen die WV, der Verein Image Plus und die Stadt seit dieser Woche außerdem auf eine Aktion aufmerksam, die den Titel trägt: „Wir bleiben daheim und unseren Dillinger Geschäften treu.“ Die WV-Vorsitzende erläutert diesen Appell: „Um unsere Unternehmen vor Ort zu stärken, ist es so wichtig, dass die Bürger ihre Einkäufe weiterhin in Dillingen tätigen. Wenn möglich schon jetzt, ansonsten nach Wieder-Öffnung der Geschäfte oder über deren Online-Angebot. Und was die Gutscheine betrifft: Rufen Sie einfach in Ihren Lieblingsgeschäften an und fragen Sie, wie Sie sie in dieser Situation unterstützen können – da geht gewiss jemand ans Telefon und freut sich!“, sagt Friseurmeisterin Stapfer, die nach der neuen Regelung ab dem 4. Mai ihr Geschäft wieder öffnen darf.

Wann öffnen welche Geschäfte wieder (Informationen der Bayerischen Staatsregierung vom 16. April):

Ab 20. April: Baumärkte, Gärtnereien und Gartencenter

Ab 27. April: Alle Geschäfte bis 800 m2, Ausnahme Auto- und Radshops

Ab 4. Mai: Friseure und Fußpflege (mit Schutzkonzept, Maskengebot, Abstandsregeln etc.)

Weiterhin geschlossen bleiben: Kaufhäuser und Einkaufszentren