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Neuigkeiten

Autor: Frau Lachenmayr
Artikel vom 19.03.2020

Mitteilung der Stadt Dillingen

Zahlreiche Bürger kommen in diesen Tagen auf die Stadt zu – sie äußern ihr Unverständnis und machen ihrem Ärger Luft: Und zwar darüber, dass es immer noch zahlreiche Personen gibt, die trotz des Katastrophenfalls ihr Verhalten nicht ändern. Sich weiterhin zum Grillen verabreden oder eng in Straßencafés nebeneinander sitzen. "Wie soll ich meinen Söhnen erklären, dass sie nicht rausdürfen, wenn die Kinder im Garten nebenan mit der halben Nachbarschaft spielen?", fragt etwa eine aufgebrachte Mutter.

Die Stadt verweist in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich darauf, dass soziale Kontakte jeder Art auf das absolute Minimum reduziert werden sollen. Die Sperrung der Spiel- und Bolzplätze, die von der Staatsregierung am Montag angeordnet wurde, wurde von der Stadt daher sofort umgesetzt. Doch auch für Erwachsene gilt: Wenn man andere Personen trifft, so ist auf einen möglichst großen Abstand zu achten. Um dies auch im öffentlichen Stadtbild zu verdeutlichen, hängt die Stadt nun überall im Stadtgebiet Poster auf – auf diesen wird gebeten, Abstand zu anderen Personen zu halten. Mindestens eineinhalb Meter, besser wären drei. Auch Geschäfte können sich an der Aktion der Stadt beteiligen und die Poster in ihre Schaufenster hängen.

Größtes Unverständnis für das Verhalten der "Unbelehrbaren" hat auch Oberbürgermeister Frank Kunz: "Es geht in dieser Krisen-Situation darum, solidarisch mit unseren kranken und älteren Mitbürgern zu sein – und das bedeutet, dass jeder von uns seine sozialen Kontakte nicht nur reduziert, sondern auf das absolut Notwendige minimiert! Bei einigen ist diese Erkenntnis noch nicht angekommen. Deswegen teile ich die Einschätzung unseres Ministerpräsidenten." Söder hatte am Donnerstag gesagt: "Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein."