
Im ehemaligen unteren Stiftshaus am Hafenmarkt präsentiert das Dillinger Stadt- und Hochstiftmuseum die reichhaltigen Bestände des Historischen Vereins Dillingen. Das Museum umfasst 19 Räume auf vier Etagen.
Im Erdgeschoß befindet sich die Abteilung "Druck und Druckerei in Dillingen". Durch das Zusammenwirken mit der Jesuiten-Universität erschien in Dillingen reiches theologisches Schrifttum, das zur Gegenreformation im ganzen süddeutschen Raum einen wichtigen Beitrag lieferte.
Das gesamte erste Obergeschoß präsentiert umfangreiche Bodenfunde von der Jungsteinzeit bis ins hohe Mittelalter. Die gesamte provinzialrömische Geschichte sowie die Völkerwanderungszeit wird durch Fundorte in der näheren Umgebung Dillingens belegt.
Das zweite Obergeschoß enthält Ausstellungsstücke, welche die kulturgeschichtliche Entwicklung der Stadt darstellen, einschließlich der Bedeutung Dillingens als geistliche Stadt. Über den Erfinder Wilhelm Bauer informiert ein eigener Raum. Außerdem wird in zwei Räumen die Militärgeschichte der Stadt aufgezeigt.
Das Dachgeschoß ist dem Handwerk in Dillingen gewidmet. Das Inventar des letzten Dillinger Stadtfischers, eine Schusterei und Drechslerei, Teile einer Schäfflerei und eine Kaltmangel befinden sich hier in einem Raum, der ein gelungenes Beispiel für die alte Kunst des Zimmermanns bietet.
Die ehemaligen Kellerräume, die nach der Säkularisation als Gefängniszellen genutzt wurden, wurden restauriert und in ihnen eine kleinere Ausstellung zur mittelalterlichen Strafjustiz eingerichtet. Eine Zelle dokumentiert das Leben und den Tod des "Bayerischen Hiasl", der in Dillingen gerädert wurde.
Im Innenhof des Gebäudes wurde die alte Dillinger Weigand-Schmiede naturgetreu wieder aufgebaut.
Stadt- und Hochstiftmuseum
Am Hafenmarkt 11
89407 Dillingen a.d.Donau
Fon: 09071 4400
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Mittwoch
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Führungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten
Eintritt: frei
Leitung: Werner Gutmair